Was ist Uranische Astrologie?
Die Beschreibung ist recht einfach: Wir arbeiten nicht mehr mit Aspekten, sondern mit Planetenbildern und Halbsummen. Eine weitere wichtige Veränderung ist die Tatsache, dass die Tierkreiszeichen in der Deutung nicht berücksichtigt werden. Auch arbeiten wir nicht mehr mit dem traditionellen 360 °-Kreis sondern mit dem so genannten 90 °-Kreis, einer Erfindung Ludwig Rudolphs. Der Vorteil dieser Scheibe besteht in der vierfachen Vergrößerung der Entfernung innerhalb des Gradbereiches. Was bedeutet das für die Praxis? Opposition und Quadrate liegen direkt zusammen. Die Klarheit des Bildes liefert ein schnelles Erfassen der Planetenbilder.
Der größte Unterschied zur klassischen Astrologie stellt jedoch der Gebrauch der acht Transneptuner dar, von denen Alfred Witte vier entdeckt hat (Cupido, Hades, Zeus, Kronos). Die anderen vier entdeckte der Nautiker Friedrich Sieggrün (Apollon, Admetos, Vulkanus, Poseidon).
In diesem Zusammenhang ist ein Hinweis angebracht. Als 1930 Pluto entdeckt wurde, arbeitete Alfred Witte bereits fast 10 Jahre erfolgreich mit den von ihm gefundenen Transneptunern!